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Helmut Köstler nimmt Abschied vom Tischtennis-Sport …

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Ein Herz für die Jugend – 3. Platz bei der „Bayerischen“ –Teilnahme an der Senioren-WM

Pfarrkirchen. Immer gut drauf und ein aufmunterndes Wort für die Mannschaftskollegen, mit seinem Einsatz und seiner Zuverlässigkeit zudem stets ein Vorbild: Helmut Köstler (74) ist im Führungsgremium, in der Nachwuchsförderung und im Mannschaftsgefüge der Tischtennis-Abteilung der TuS 1860 Pfarrkirchen über mehr als vier Jahrzehnte hinweg eine feste Größe geblieben – und packt nun nach durchgehend 50 Jahren aktivem Tischtennis-Sport den Schläger (fast) weg, „denn fünf Jahrzehnte Leistungssport sind wirklich genug“.

„Unser Helmut“, den glückliche Fügung in die TT-Sparte der TuS führte, nicht mehr im Training und auch in keiner Mannschaft mehr im Einsatz – so richtig vorstellbar ist das für seine Sportkameraden noch nicht. Angefangen hat Helmut Köstler mit dem Tischtennis-Sport 1964 beim TSV Griesbach – innerhalb kurzer Zeit spielte er sich von der zweiten in die erste Mannschaft, wurde mit diesem Team Meister der 2. Bezirksliga und stieg folglich mit in die 1. Bezirksliga auf. „Die Griesbacher waren sehr stolz auf den Erfolg, konnten sie sich doch mit den besten niederbayerischen Mannschaften messen“, weiß er noch gut.

Ein beruflich bedingter Unzug brachte es mit sich, dass Köstler 1971 zur Tischtennis-Abteilung der TuS 1860 Pfarrkirchen wechselte. Wer engagiert und motivierend auftritt, der hat per Wahl gleich einiges zu tun – seine erste Teilnahme an einer Mitgliederversammlung brachte ihm die Posten des stellv. Abteilungsleiters und des Jugendleiters ein. „Die Tätigkeit im Jugendbereich machte mir sehr viel Freude“, betont Helmut Köstler heute noch. Angesicht der schnell steigenden Zahl von Jugendlichen sei die Organisation an ihre Grenzen gestoßen: Drei Mädchen- und drei Jungenmannschaften nahmen am aktiven Spielbetrieb teil, sechsmal war wöchentlich Jugendtraining – und an den Rekord bei einer Vereinsmeisterschaft erinnert er sich genau: 56 Teilnehmer sind’s gewesen. Für die große Unterstützung in diesen Jahren durch die Eltern und aus der Abteilung ist Köstler heute noch dankbar.

Der agile und technisch versierte Tischtennis-Spieler hat nicht nur in den Mannschaften der TT-Abteilung bis in der Bezirksliga sein Können bewiesen, sondern auch gerne an Turnieren teilgenommen und viele Spitzenplatzierungen im TT-Kreis sowie auch auf Bezirksebene erreicht. Seine letzten großen Erfolge errang Helmut Köstler 2012 bei den niederbayerischen Seniorenmeisterschaften in Straubing, als er im Einzel und im Doppel (mit Norbert Reinelt) jeweils Bezirksmeister wurde. Richtig stolz ist der überall gern gesehene Tischtennis-Spieler auch stets gewesen, wenn er für niederbayerische Meistertitel bei der Sportlerehrung der Stadt Pfarrkirchen ausgezeichnet wurde – diese Ehrung wurde ihm neunmal für seine Titel im Einzel, Doppel und mit der Mannschaft zuteil.

Diese Highlights bleiben in bester Erinnerung: Besonders gefreut hat sich Helmut Köstler, als er mit „seiner Seniorenmannschaft“ bei den bayerischen Meisterschaften 2006 in Schwabhausen Platz 3 erringen konnte und ihnen damit ein „Stockerlplatz“ gelang. Absoluter sportlicher Höhepunkt bleibt für ihn jedoch die Teilnahme an der Senioren-Weltmeisterschaft 2002 in Luzern: 2.752 Tischtennis-Spielerinnen und –Spieler aus 63 Ländern waren angereist, um die Weltmeister in den verschiedenen Altersklassen zu ermitteln – gespielt wurde in drei großen Hallen an 102 Tischen. „Diese WM-Woche in Luzern war ein Riesenerlebnis“, kommt Köstler gleich wieder ins Schwärmen.

Zu erzählen gäb’s noch so viel – etwa von den schönen Tischtennis-reisen der Abteilung nach Prag und Wien sowie ins Zillertal. Doch zurück zum Sport – und wieder in die Erfolgsspur.

Heuer, in seiner letzten Saison als aktiver TuS-Spieler hat Helmut Köstler mit seiner Mannschaft (Herren IV, Mannschaftsführer Martin Schneider) in der 4. Kreisliga Nord nochmals einen Meistertitel errungen und mit den Aufstieg in die 3. Kreisliga erkämpft. „Ein schöner Abschluss nach 50 Jahren“, freut er sich darüber. Auch wenn sich unser Helmut nun aus dem Ligaspielbetrieb zurückzieht, dem Tischtennis endgültig servus sagen will er doch noch nicht. Das eine oder andere Seniorenturnier zu spielen, wär’ ja schon noch schön – aber nicht auf Biegen und Brechen um des Erfolges willen, sonder einfach, um die alten Tischtennis-Kameraden zu treffen und diese Freundschaften nicht einschlafen zu lassen.

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„Danke Helmut, für alles, was du für unseren Sport und die TT-Abteilung der TuS geleistet hast“, sagt Abteilungsleiter Wilhelm Kolb – und wünscht ihm, wie alle Vorstandsmitglieder und Aktiven, noch viel Freude bei den Turnieren und bei den Veranstaltungen der Abteilung. Die eine oder andere Überraschung wird’s für ihn da schon geben! – lb